10.07.2013

Guerilla-Marketing – Warten auf Mr. Snowden

Wie sich mit wenigen finanziellen Mitteln wirkungsvolles  Marketing betreiben lässt, bewies der  Betreiber der Website http://www.flughafentaxi-wien.at mit seiner originellen und effektiven Aktion am 3. Juli 2013 auf dem Wiener Flughafen.

Als die von Moskau kommende Maschine mit Boliviens Präsident Evo Morales an Bord aufgrund zahlreicher Überflugverbote in Wien zur Zwischenlandung gezwungen wurde, brodelte die Gerüchteküche: Es wurde heftig darüber spekuliert, ob sich der der von den USA gesuchte Geheimdienstaufdecker Edward Snowden an Bord befindet. Dieser hatte zuvor in Bolivien um Asyl angesucht.

Während der Medienrummel um Boliviens Präsidenten in der VIP-Lounge des Flughafens tobte, erregte ein Chauffeur mit dem Schild  „Mr. Snowden“ die Aufmerksamkeit vorbeigehender Passagiere.

Es dauerte nicht lange, bis der Chauffeur gefragt wurde, ob damit etwa der Mr. Snowden gemeint sei, der derzeit eines der wichtigsten Tagesthemen ist. Da ein Chauffeur zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, konnte er keine Auskunft über seinen Fahrgast geben, was die Neugier der Vorübergehenden noch steigerte. Am Fotografieren konnte und wollte er die Flughafengäste jedoch nicht hindern.

Rasante Verbreitung über Soziale Netzwerke

Im Nu verbreiteten sich die Fotos gemeinsam mit den Gerüchten um Snowdens „Wien-Besuch“ in sozialen Medien ( Twitter, Facebook etc. ), auf imgur.com wurde ein Foto über 500.000 mal aufgerufen.

Die Idee für diese ungewöhnliche Marketing- Aktion stammt von Bernhard Angeler. Wer genauer hinsieht, merkt schnell, dass die Website und das Logo zum Anbieter „Flughafentaxi Wien“  gehören. Da Menschen sich gerne über Außergewöhnliches, Lustiges und Auffallendes austauschen, verbreitete sich diese Aktion in Windeseile. So konnten Bekanntheit und Traffic merklich gesteigert werden, und für weltweite Aufmerksamkeit für den Service von Flughafen-Taxi Wien.at war gesorgt.

Warten auf Mr.Snowden

Foto: Flughafentaxi-Wien.at